Super Star
Die Lockheed L-1649A Super Star war ein Langstrecken-Ass. Für den Hangar One wurde die Super Star D-ALAN von 1957 durch Lufthansa Technik originalgetreu aufgebaut. Warum mit ihr Transatlantikflüge zum Traumerlebnis wurden, lesen Sie hier.
Propeller-Ära bei Lufthansa
Mit der Lockheed L-1649A Super Star eröffnete Lufthansa Ende der 1950er-Jahre ein neues Zeitalter im transatlantischen Luftverkehr. Das elegante Langstreckenflugzeug war das Flaggschiff der Flotte und stand für technischen Fortschritt, Komfort und den Anspruch, interkontinentales Reisen auf höchstem Niveau anzubieten.
Ab 1958 verband die Super Star Europa nonstop mit Nordamerika. Die bis zu 17 Stunden dauernden Transatlantikflüge – vor allem zwischen Hamburg und New York – galten als Meisterleistung ihrer Zeit. Erstmals führte Lufthansa an Bord die Senator-Klasse ein und etablierte damit ein exklusives Reiseerlebnis, das den Premiumanspruch der Airline nachhaltig prägte.
Auch technisch war die Super Star außergewöhnlich: Vier leistungsstarke Kolbenmotoren, lange, schlanke Tragflächen, eine verbesserte Aerodynamik sowie das charakteristische dreifache Leitwerk sorgten für große Reichweite, Laufruhe und Zuverlässigkeit – Eigenschaften, die sie zum technischen Höhepunkt der Propeller-Langstreckenflugzeuge machten. Die Super Star markierte zugleich den Abschluss der klassischen Propeller-Ära, kurz bevor das Jet-Zeitalter begann.
Detailgenaue Rekonstruktion einer Langstreckenlegende
Die Super Star mit der Kennung D-ALAN im Hangar One hat wechselhafte Zeiten erlebt. Nach ihrer aktiven Zeit im Liniendienst wurde sie zum Frachter umgebaut, verkauft, schließlich stillgelegt, bevor sie 2007 von der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung übernommen wurde, um sie als bedeutendes Zeugnis der Lufthansa Geschichte zu erhalten. Für die Präsentation im Hangar One wurde die Super Star aufwendig von Lufthansa Technik und der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung in enger Anlehnung an den Originalzustand der 1950er-Jahre neu aufgebaut. Rumpf, Tragflächen, Leitwerk und Kabine wurden mit großer Detailtreue montiert, die markante Lackierung im historischen Lufthansa Design rekonstruiert und das Cockpit dem Original nachempfunden. Die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung übernimmt künftig Pflege und Wartung der Super Star.
Sie wollen die Super Star näher kennenlernen? Weitere Details zu Technik, Daten und Besonderheiten finden Sie im Fact Sheet zum Download.
Dean Raineri
Projektleiter Technik,
Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung





